a Freeks life
Willkommen auf

Ich hasse es. Ständig verdammt gute Einfälle zu den besten Themen. Der Anfang geht leicht von der Hand, in der Mitte, beim Kern der Aussage, wirds holprig. Und dann leer.
Gähnende Leere. Nichts, keine Idee, kein Einfall.

Mittlerweile haben sich in Summe 15 unvollständige Postings angesammelt. Keine Ahnung, ob ich die jemals so hinbekomme, dass ich zufrieden bin. Es nervt nur langsam.

Irgendetwas blockiert… WAS?!

Gut, ich sollte mich diesbezüglich vielleicht selbst an der Nase nehmen, aber warum muss man immer selbst zusehen, dass sich etwas bewegt, etwas passiert?

In letzter Zeit habe ich immer öfter dieses beklemmende Gefühl, diese Angst vor einem 3. Reich. Ich für meinen Teil sehe mittlerweile immer mehr Parallelen, Parallelen die nicht nur die Redegewandtheit betreffen, sondern auch die Vorhaben. Und die FPÖ, bzw. “Mr. Cool” (H.C. Strache), begeistert damit genau jene Zielgruppen, die mit leeren Versprechen leicht zu locken sind.
Beim wem klingelt es, wenn ich zB “Arbeit für alle” sage? Wobei Arbeit an sich ja nichts schlechtes ist. Aber man muss der Realität in die Augen sehen. Einfach so kann niemand Arbeit schaffen, auch nicht, wenn er in irgend ein Amt gewählt wird. Niemand.
Was aber würde passieren, wäre die FPÖ an der Macht und würde ihre Anti-Ausländerpolitik hart durchziehen? Richtig, wir hätten massenhaft Zwangsausweisungen. Und dann? Ach ja, dann wären ja genug Arbeitsplätze frei. Oh, und die, die nicht gehen wollen, stecken wir in Schubhaft. Naja, ich vergaß, unsere Gefängnisse sind ja überfüllt. Aber die netten, guten Österreicher da drinnen kann man ja dann raus lassen. Dann wäre wieder Platz. Damit dann aber kein pöser, pöser Ausländer unerlaubt in Österreich sein kann, muss die Polizei aufgestockt werden. Juhu, noch ein paar Tausend Arbeitsplätze mehr.
Erm, halt. Will ich das als freier Staatsbürger überhaupt? Will ich, dass jemand, der eine solch falsche Partei wählt, eine Schusswaffe tragen UND gebrauchen darf? Vielleicht kommt ja jemand auf die Idee, alle braven Österreichen irgendwie zu kennzeichnen, damit die nicht “aus Versehen” abgeschossen werden.

Aber ich will hier keineswegs Angst schüren. Es könnte ja auch anders verlaufen. Aber nicht, solange eine Partei wie die FPÖ immer mehr Stimmen gewinnt. Alles, was ich, was wir tun können und sollten, ist das simple Aufzeigen der Missstände und der stille Widerstand. Sich einfach “ficken lassen”, aufstehen und wieder ficken lassen. Immer wieder. Sicher, es kostet Kraft und Überwindung.

Ganz ehrlich, ich will unter solchen Umständen keineswegs leben müssen. Wenn es wirklich soweit kommt, muss ich jeden noch so kleinen Funken Mut zusammennehmen, mich hinstellen und schlagen lassen. Nur, um nicht gebückt leben zu müssen.

Aber nicht nur die FPÖ hat solche, mittlerweile nicht mehr ganz utopen, Pläne. Wenn es nach 2 anderen Parteien gehen würde, hätte schon jeder Staatsbürger einen Chip implantiert, um immer genau bescheid zu wissen, wann wer wo und wie lange kacken/einkaufen/(bitte einsetzen) ist. Gehts noch? Was interessiert einen Polizisten so brennend daran, zu wissen, wo ich gerade bin? Oh, stimmt ja. Ich könnte ja entführt worden, oder gar in Not sein. Selbst dann hat eine solche Entscheidung (den Eingriff in meine Privatsphäre) nicht irgend ein Polizist in seinem Kämmerlein zu treffen, sondern ein Richter. Jemand, der auch daran interessiert ist, mein Privatleben nicht unnötig zu durchleuchten.
Hätte ich einen terroristischen Anschlag vor, würde ich garantiert kein Handy benutzen, um mich mit den Mitgliedern meiner “Terrorzelle” zu verständigen. Solche Organisationen sind stets darauf bedacht, solche Fehler gar nicht erst zu machen.

So, jetzt bin ich gespannt, wie lange es dauert, bis ich gefickt werde, weil ich die beiden vorigen Sätze geschrieben habe. .oO( Vielleicht sollte ich noch mehr “Schlüsselwörter” (B*mbe, An*chlag auf öffentliche Gebäude etc. verwenden.. ;-) ) Ach, noch eine Kleinigkeit: Sollte ich auf Grund eurer Überwachung eine wichtige Information (zB via SMS oder Telefon) nicht erhalten, wirds lustig. Wie soll ich dann erklären, dass ich die Informationen nicht erhalten habe? “Sorry, aber ich werde überwacht, weil ich angeblich ein links linker Terrorist bin und jeden Tag mit Osama telefonieren könnte”? Lächerlich. Wohl eher: “Ich werde überwacht, weil ich mich gerne ficken lasse und sie sowieso nichts handfestes haben”.

EDIT: Hier noch einige Links:
FPÖ Veranstaltung in Linz
Kellernazis in der FPÖ
/EDIT

So long, keep chillin’..

So, nach langem hin und her hab ich mir am Samstag mein neues Auto geholt.
Perfekt. Einfach nur perfekt. um kurz nach 10:00 war ich in Wieselburg, beim Autohaus Pruckner. Dort bekam ich dann eine “Einschulung” auf das neue Fahrzeug. Navi, Wechlser, DVD, TV, Handy, Sitze etc. So stell ich mir Autokaufen vor ;-)

Die Erste Fahrt war natürlich der absolute Hammer. Wieselburg – Aschbach – Haag. Und für seine 140 Pferdchen gibt der Herr der Ringe ordentlich Gas. Ich bin bis jetzt noch immer sprachlos.

Ich denke, Fotos werden das Ganze besser beschreiben können. Sobald ich also heute oder morgen Zeit finde, werde ich einige machen und online stellen.

Bis dahin, brav fahren, nicht stressen und die wichtigste Nummer merken* ;-)

* 144 ;-)

… nicht loslassen wollen. Man lebst selbst in einem anderen Jetzt, klammert sich aber irgendwie noch an ein anderes Damals. Und man sucht immer nach einen Weg zurück, obwohl es völlig irrsinnig ist.

So pray for me child, just for a while
That I might break out yeah
Pray for me child
Even a smile would do for now


Have I still got you to be my open door

Damien Rice – Grey Room

Immer auf der Suche nach einer offenen Tür, auch wenn sie nur für einen kurzen Ausbrauch aus dem Jetzt da ist. Nur, um kurz mal “was-wäre-wenn” zu spielen. Ganz kurz nur.

und dann wird man wieder in das wirkliche Jetzt gerissen, muss 100% Leistung bringen, aber im Hinterkopf hallt noch immer ein “Bist du noch da?”…

Are you alright?
Is there something been bothering you?
Are you alright?
I wish you’d give me a little clue.
Are you alright?
Is there something you wanna say?
Are you alright?
Just tell me that you’re okay.
Are you alright?
‘Cause you took off without a word.
Are you alright?
You flew away like a little bird.
Are you alright?
Is there anything I can do?
Are you alright?
‘Cause I need to hear from you.
Are you alright?

Lucinda Williams – Are You Alright?

Eigentlich absolut erschreckend, wie oft der Soundtrack zu meiner (mittlerweile noch immer) Lieblingsserie in mein Leben passt.

Manches mal frage ich mich, ob ich nicht einfach einen Schnitt machen sollte. Kein Fade out, kein sanfter Übergang. Einfach so. Aus. Und völlig neu anfangen. Mich von der Vergangenheit lösen. Aber probiert das mal ;-) Das geht vielleicht kurze Zeit gut, aber komischerweise hab ich durch eine Person so viel gelernt, Dinge, die ich jeden Tag bewusst und unbewusst tue, dass so ein Schnitt einfach nicht funktionieren kann. Das wirklich Schlimme daran: ich weiß nicht, wie ich mich für solche Dinge bedanken soll. Einfach planlos…

Yes, gestern Abend gings etwas heißer her ;-)
Tschebberwooky live @ Röda in Steyr. Verdammt, wenn man sich selbst riechen kann, sollte man aufhören, aber es war einfach unmöglich bei diesen genialen Sounds nicht zu tanzen. Vor allem, wenn die richtigen Party-People (Südi, Bob (Happy Birthday btw. ;-) )) dabei sind.

Aber warum war ich eigentlich dort? Zum Ersten, weil ich Tschebberwooky endlich mal live hören wollte, und zum Zweiten, weil es ein Benefizkonzert der 5GK Maturaklasse meiner Schwester aus der HAK Steyr war. Die erste Band habe ich nicht gehört, die zweite war meiner Meinung nach viel zu laut und wirkte irgendwie unreif. Musikalisch wie auch persönlich (ja, ich habs mal wieder Backstage geschafft ;-) ).

Also, zurück zum eigentlichen Thema: heiß, tanzen, springen und singen, was der Körper hergab. Verdammt, solche Abende können ordentlich auf die Kondition gehen. Besonders, wenn die Beine weh tun, der Schweiß überall ist und man ums verrecken einfach nicht zu tanzen aufhören will.
Ich werd mich auf alle Fälle ranhalten, die Jungs von Tschebberwooky nach Haag zu holen. Diese gemütlichen, anregenden Vibes muss man einfach einmal genossen haben! Und dann noch die Verbindung mit dem Jonglierenden Selecta ;-) (”DJ” btw.)

Sollte also jemand die Möglichkeit haben, ein Konzert von diesen Jungs zu besuchen -> nicht viel anziehen, schaun, dass genug zu trinken da ist und einfach Spass haben :-)

Irgendwie ist es noch nicht ganz durchgedrungen, der letzte Tag bei meiner alten Firma. Ein komisches Gefühl, dort keinen Fuß mehr hineinzusetzen. Ich werd das wahrscheinlich erst im laufe der nächsten Tage realisieren.

Aber Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Jungs, es war eine verdammt geile Zeit mit euch. Selten waren lachen und Verzweiflung so nahe beieinander ;-) Ihr werdet mir alle fehlen. Angefangen bei den Kloimsteinschen 5 Minuten, über die elendig langen und lauten Stegerschen Telefonate, zu den Schilcherschen Spielereien, hin zu den Eberharterschen Rollout-Piloten ;-) Oder die langen Abende im SWV, mit unseren Kondor Spezis aus der RLB. Das waren sicher die prägensten Arbeitsjahre, vor allem, weil ich euch hatte.
Danke nochmal!


in meine Augn siagst no mei Jugend, mei Locha is ma bliebn,
bloss du bist ned dabei


I glaub bloss, dass koane Tränen für mi gibt, für mi gibt..
I glaub, dass froh san, wenn i weg bin, und das koana recht lang an mi denkt.
I glaub, dass froh san, wenn i weg bin, und das koana recht lang an mi denkt.

Ich hab gestern durch Zufall (danke Gegg ;-) ) die Liveaufzeichnung von “Im Regen” wieder gefunden. Und sowas muss natürlich gleich ins DVD-Laufwerk und angesehen werden. Wahnsinn, wie genial manche Text auch noch nach Jahren sind, wie sie bestimmte Situationen und Gefühlszustände beschreiben. Zumal ich damals lange Zeit keinen Söllner Song hören konnte, weil mich jeder Satz, jedes Wort und jeder Akkord an eine ganz wichtige Person erinnert.

Der Text von oben stammt aus “Frühling”, einem selten gehörten Song. “Tanzn auf de dodn”, “Zeugnis”, “Universum” oder “Auf da ganzn Welt is Kriag” beschreiben das, was jeden Tag auf dieser Welt passiert. Und wer sieht bewusst hin und tut etwas dagegen?

Langsam kimmt die Traurigkeit und i hobs Gfühl, dass mi übarollt.
A Nebel taucht vaschwomma vor mia auf,
a Fluss mit tausend Tränen schwimmt ganz stad vorm Haus vorbei
und des Sonn geht scho seit Wochn nimma für mi auf.

I spür die Wöid ganz langsam sterbn,
und mit ihr stirbt des kloane bissal Kraft
des i so braucht hob, dass i siach, hea, fühl und denk.
Und i from mi, warum i eigentlich irgendwos gsogt hob zu eich do drom,
wenns eich ned a moi die Mühe mochts, dass mi vastehts

Hans Söllner, Der Wind

So, jetzt nach der Stärkung beim Chinesen gehts weiter ;-)

Anfangs war ich gewaltig sauer, wie ich gesehen habe, dass sich heute wieder hunderte Jugendliche besaufen müssen, um zu feiern. Oder sich gewaltsam einrauchen, um noch irgendetwas zu spüren und sich dann zu verlieren. Leute, geht doch endlich vernünftig mit den Drogen um! Keiner hat etwas davon, wenn ihr euch regelmäßig dermaßen die Kante gebt.

Jeder sollte sich langsam daran erinnern, wieder Verantwortung für etwas zu übernehmen. Und jeder, der auf sich selbst aufpassen kann, kann auch auf andere Rücksicht nehmen. Und die Verantwortung beginnt dort, wo sich jemand besoffen ins Auto setzen will. Bei aller Freundschaft, so einer hat sich, wenns hart auf hart kommt, eine freundschaftliche “Watschn” verdient. Oder dort, wo einfach so einer ausgegrenzt wird, weil er nicht mitmachen will, anders spricht oder einfach nur anders aussieht.

Egal, was ihr heute noch macht, passts auf.

Heise: Weg frei für bundesweite heimliche Online-Durchsuchungen

SEK – Song

Who’s next?

Ohne es zu merken, gehts langsam aber stetig bergab. Komischerweise genau in der Phase, in der es eigentlich ruhiger werden sollte, nämlich die letzten Tage in meiner “alten” Firma. Trotz des Endes, das in Sicht ist, gehts mir körperlich zunehmend schlechter. Vor allem in Situationen, wo es auf plötzliche Gedankensprünge ankommt, setze ich mittlerweile komplett aus. Dieser verdammte, elendige und unnötige Frühdienst zehrt da gewaltig an den Kräften. Ab 10:00, 11:00 Uhr beginnt alles im Zeitlupentempo zu passieren… Kaffeepausen von 5 Minuten ziehen sich gewaltig, simple Kontrollen scheinen endlos. Ich bin so froh, endlich aus diesem Teufelskreis raus zu kommen. Aber da sieht man wieder, dass Selbstbetrug funktioniert. So wie ich anfangs dachte, hat sich die Situation dann doch nicht entwickelt und die Wochenenden als Regenerationsphasen reichen nicht aus, um körperlich wieder ordentlich Gas geben zu können.

Somit hätten wir die erste Bemerkung zur aktuellen Lage: 17 Arbeitstage.

Abgesehen von den körperlichen Strapazen schauts auf der emotionalen bzw. zwischenmenschlichen Seite kaum anders aus. Das, was letztes Wochenende bei uns passiert ist, ist bis jetzt noch nicht wirklich greifbar. Es scheint noch immer so surreal und weit weg, obwohl es jeden hätte treffen können. Aber gerade deshalb den Kopf in den Sand zustecken und zu verdrängen ändert nichts, aber absolut nichts daran. So unfair das auch klingt, aber genau durch solche tragischen und entfremdenden Ereignissen merkt man, wie wichtig und kostbar das Leben eigentlich ist. Plötzlich merkt man, wie dankbar man für die kleinen Dinge im Leben ist, völlig unbewusst nimmt man solche Dinge anders wahr. Mir steht es eigentlich gar nicht zu, etwas darüber zu schreiben, dazu war die Bekanntschaft nicht tiefgreifend genug. Aber genau weil es plötzlich schmerzt, weil man weiß, er war gerade so alt wie ich, beschäftigt mich der Vorfall. Aber Schlimmeres steht wohl der Familie bevor. Einfach unglaublich…

Und genau solche Geschehnisse im Leben schieben einen wieder etwas näher an den sicheren Weg, den jeder schon mindestens einmal verlassen hat. Ich bin einfach nur dankbar, leben zu dürfen. Wie ist einfach nur noch zweitrangig. Und mit wie sind Dinge wie Geld, Arbeitsverhältnisse oder Luxus gemeint.

Noch eine kleine Bemerkung am Rande: No Bush, no war ;-) Also Obama, mach was draus.

do wo die Sonn aufgeht
und do wo die Berg s’ganze Joar weiß san.
do wo da Bergahorn im Herbst – Grea, Göib und Roud – sei Gwand verliert.
do wo die großn und die gloana Leid mitanand um oan Tisch sitzn und du herst’as lacha.
do wo die Oidn ihra Zimma griang und koa Angst ham vorm ster’m

do hob i’s troffa und ihr Lachn woa wir a Seele de ned hoam find,
do hob i’s gorcha und ihr Duft hod an Platz griagt in meim Kopf.
do hob i g’hert wos’s zu mir sagt und i werd mei Lebtag ned vergessn
wiar a se o’gfühlt hod da erste Kuss von ihr

do wo zua de Lausbuam ausm Dorf heit meine Kinda a g’hern
und wo meine guadn Freind vo damois heid die besn Nachbarn san.
do wo die Kramerin im Kramerlodn d’leid alle no beim Nam’ nennt.
hey, da wo i oiwai blos da Söllner wa hey Leid i sogs eich do bin i dahoam.

do is ihr Kopf an meina Schulter g’leng und ganz gleichmassig war ihr atmen.
do hob i’s erste moi ned na g’sagt und ihr Liebe hod mei Lebn bedroht.
do hob i g’hert wos’s zu mir sagt und i werd mei Lebtag ned vergessn
wiar a se o’gfühlt hod da erste Kuss von ihr

wiar a se o’gfühlt hod da erste Kuss von ihr

wennst amoi in die Gegend kimmst dann schau nach ihr du kannst as ned verwechseln.
aba verliebt de ned in sie, ned das’s a dei Lebn bedroht!
nimms bloß in Arm und lass’s atmen und hey, trockne ihre Tränen,
und sog ihr a ruhig das’s ma guad geht und das i jede Nacht bloß dram vo ihr.

und das i an sie denk, i konn ihr Lacha einfach ned vergessen,
und das i’s riacha konn ihr Duft hod an Platz griagt in meim Kopf.
und das i manchmoi mit ihr red und i ma wünsch sie hod no ned ganz vergessn,
wiar a se o’gfühlt hod da erste Kuss von mir!
und das i ma wünsch sie hod no ned ganz vergessn,
wiar a se o’gfühlt hod da erste Kuss von mir.

No words left…

Nach einer langen Nacht voller RTFM, RFCs und diversen MySQL-Artikeln bin ich noch relativ unschlüssig.
Einerseits wäre eine Cluster die perfekte Lösung (redundant, ausfallsicher und flexibel), andererseits sind alle Maschinen mit zu wenig Arbeitsspeicher ausgerüstet um mehr als 2 Datenbanken im Arbeitsspeicher zu halten. Was leider eine Voraussetzung bei einem Cluster mit MySQL 5.0 ist. Jedenfalls hätte ich noch keine gegenteiligen Infos gefunden. Natürlich könnte ich den Server mit 5.1 oder 6.0 selber kompilieren, aber dann müsste ich mich selbst um das Patchmanagement kümmern (im Moment machen das die vielen fleißigen Packagemaintainer bei Debian ;-) ).

Als alternative hätte ich eine Multi-Master Replikation in die engere Auswahl gezogen. Also exakt die gleiche Konfiguration, wie sie jetzt noch im Einsatz ist. Problematisch wird dieses Setup erst, wenn einer der beiden Master den Dienst versagt, aber trotzdem noch Veränderungen an den Daten passieren, weil der Client (zum Großteil PHP Anwendungen auf den Apache Servern) nicht mitbekommt, dass die Replikation aufgebrochen wurde (warum sollte er das ja auch wissen, es hat ihm ja egal zu sein ;-) ).

Vielleicht finde ich noch eine Möglichkeit, den MySQL Cluster einzusetzen, zumal ich endlich wieder so ein Teil unter meiner Fuchtel haben will ;-) Und weil ein Cluster auch das Problem des Storageservers ausschalten würde, da jede Datanode eine Kopie aller Daten des Clusters bereithalten würde. Somit wäre die I/O Belastung des Storageservers wieder verringert, da bei weitem mehr Datenbank Aktivitäten passieren, als Webzugriffe (1 Seitenaufruf verursacht zwischen 10 und 100 SQL Abfragen (Prefetch ;-) )).

Somit wird heute Nacht wieder viel gelesen, probiert und geflucht :-D

So, nach langem wieder mal etwas technisches ;-)

Nachdem heute der absolute Super-GAU eingetreten ist (die Platten beider Apache/MySQL Knoten sind fehlerhaft und vollgelaufen (Fuck..)), und ich von der eigentlichen Konfiguration meiner Server nicht wirklich überzeugt war, werde ich wohl heute Nacht alle Systeme kübeln, neu aufsetzen und einige Anpassungen vornehmen.

Anfangs gingen meine Tendenzen eher Richtung Virtualisierung. Aber angesichts des Ungleichgewichts der vorhanden Hardware (2 Starke vs. 2 Schwache vs. 2 SPARC Systeme) wäre es wohl schwer gewesen, die Last optimal zu verteilen. Also wird es wieder ein “klassisches” Umfeld ;-) Also ein MySQL Cluster verteilt über alle 4 Systeme inkl. jeweils einer Apache Instanz gepaart mit 2 Loadbalancern (sofern die beiden SPARC Maschinen die nötige Leistung bringen ;-) ). Leider ist die Sache verdammt knapp, und ich werde den Storageserver erst später in das Umfeld einbauen können, da die benötigten Teile frühestens Mittwoch geliefert werden. Weiters kommt erschwerend hinzu, dass ich die Daten momentan nur zentral gespeichert habe. Dh ohne Storageserver wird ein Server “alt” bleiben und erst gegen Ende der Woche umgestellt. Dummerweise erschwert dieser Umstand die Umstellung erheblich, da ich nicht weiß, wie sich dieser Server in das neue Umfeld integrieren lässt, zumal es genau jener ist, der momentan für die massiven Performanceprobleme und NFS-Problematiken verantwortlich ist. Und 200 GB brennen sich nicht so leicht auf DVDs ;-)

Irgendwie klingt mein Vorhaben nach einer langen, einsamen Nacht, wie damals, in jenen jungen Tagen.. ;-)

Btw. Google already knows ;-)

Obwohls mir gerade verdammt dreckig geht, oder eher, weil es mir dreckig geht, bin ich sauer auf das, was ich da in Form von Diagrammen und Zahlen im Fernsehen sehen muss. Wir sind leider nicht mehr weit weg von der Zeit, die unsere Großeltern und Urgroßeltern so gefürchtet haben.

Rauf auf die Barrikaden, Demos, Streiks und Gebrüll! Ich will in keinem Staat leben, der mich unterdrückt, mich meiner Rechte beschneidet und selbstgerecht regiert. Ich will, dass etwas passiert, dass endlich jemand aufwacht. Nicht einfach so vor sich hin leben, selbst fixiert und engstirnig. Dass die großen Parteien verlieren, war von vornherein klar, aber ein so massiver Ruck nach rechts ist der falsche Weg. Das ist der Weg in einen totalen, repressiven Überwachungs- und Verfolgungsstaat. Nur scheinbar interessiert das wirklich niemanden.

Wer kann mit 16 schon wissen, welche Tragweite sein mitschwimmen im Strom der Massen hat? Das wissen manche mit 18 oder 20 noch nicht. Jetzt müssen wir alle damit leben.

Aber die Frage ist, was ;-)

Eigentlich habe ich ungeahnt viele Möglichkeiten und neue Wege vor mir. Nur weiss ich noch nicht mit 100%-iger Sicherheit, welche ich gehen will. Einerseits will ich relativ rasch unabhängig sein, aber auch noch viel lernen. Andererseits habe ich im Moment genug Motivation für ein Studium, aber finanziell werden die 6 Jahre nicht leicht. Und dann soll ich auch noch Platz für andere Menschen lassen. Lebensplanung ist irgendwie der absolute Brainkiller ;-) So vieles zu beachten, alles will gut überlegt sein, aber einige Türen stehen nur kurz offen.
Und noch einmal in meinem Leben will und werde ich keine offene Türe mehr einfach so zufallen lassen. Wie schmerzhaft das ist, kann man unweigerlich an meinem Zustand erkennen (der übrigens noch immer ziemlich, nun ja, desolat ist ;-) ).
Sollte ich nicht einfach das Leben für mich arbeiten, und mich treiben lassen? Wäre man bei einer fixen Planung nicht enttäuscht, wenn Kleinigkeiten schief gehen und alles andere gefährden können? Passieren doch die besten Dinge im Leben dann, wenn man sie am wenigsten Erwartet.

Auf dem Nachhauseweg bin ich zufällig auf ein ziemlich treffendes Lied gestoßen:

absolut nichts ist in Ordnung
absolut nichts ist ok
verkneif dir jegliches Mitleid
und spar dir jedes Klischee

ja, es geht mir beschissen
ja, es ist wegen dir
doch davon willst du nichts wissen
sonst wärst du sicherlich hier
bei mir

absolut nichts ist mehr heilig
absolut nichts steht noch fest
ich hätte niemals erwartet,
dass du mich einfach verlässt

ich hasse meine Gefühle
und meine Hilflosigkeit
aber ich bin mir ganz sicher
das geht vorbei mit der Zeit
mit der Zeit

am Morgen geht die Sonne auf
die Welt nimmt weiter ihren lauf
Menschen gehn von A nach B
im winter fällt ein bisschen Schnee

manchmal wünsch ich mir,ich wäre tot
keine Gefühle – kein Problem
das klingt nach nem verlockenden Angebot
aber ich werds überleben
und mit Glück
bleibt nur eine Narbe zurück

Farin Urlaub – OK

Lediglich mit dem Unterschied, dass ich niemanden hasse. Wie auch, für den eigenen Gefühlszustand bin ich alleine verantwortlich. Wäre ja noch schöner, wenn jeder jeden für seine ganz privaten Gefühle verantwortlichen machen würde. Ich bin im Moment einfach ratlos, weit weg und doch wieder so nahe zu allem, vor allem zur Vergangenheit. Langsam beschleicht mich das Gefühl, ich würde fallen. Aber nicht, um dann in einem Netz zu landen, sondern vorbei an all den Dingen, Menschen und Erlebnissen, direkt auf den kalten, nassen Boden zu.
Ich kann mich lediglich festkrallen und den Fall verlangsamen, aber ganz aufhalten kann ich ihn momentan nicht. Aber es ist nicht der Job, der mich fallen lässt. Einfach alles rund um mich. Überall hängen Erinnerungen, die den Halt lösen und mich weiter fallen lassen. Heute Nachmittag kam dann der letzte Schock, und der Rest des Tages verlief wie im Film. Und ich war nur passiver Akteur.

Ich muss es aber irgendwie schaffen. Einfach darauf zu hoffen, dass mich jemand fängt könnte zu lange dauern. Im Moment gäbe es einige Menschen, die mich bremsen und stoppen könnten, aber die sind ungreifbar und vor allem glücklich, so wie ihr Leben gerade ist. Beneidenswert.
Egal wie oder was, aber es muss bald etwas passieren. Und wenn es auch nur einer dieser kleinen Lichtblicke ist. Eigentlich wäre jetzt der Zeitpunkt, um Hilfe zu rufen, aber ich wüsste nicht, wer mich hören könnte.

Ich würde gerne etwas mehr Abstand zu allem nehmen, aber wie kann man sich von der Vergangenheit befreien, ohne zu sterben? Und sterben auf Zeit ist irgendwie nicht so ganz möglich ;-) Da schlägt das Prinzip der Logik beinhart zu: tot oder leben, 0 oder 1 ;-)
Aber sterben wäre zu feig. Wenn ich nicht genug Stärke habe, das bisher Geschehene irgendwie zu packen, ist das Leben nichts für mich. Da gibt es noch ganz andere Prüfungen, die ich mir noch schlimmer vorstelle.

Weiss vielleicht sonst jemand Rat? Bevor ich neuerlich eine Dummheit begehe, und mich um alles bisher Erreichte bringe. Ich bin wirklich für alles dankbar.

So, wake me up!

Vielleicht hätte mal jemand die Güte, mir zu erklären, was falsch läuft? Ich meine nicht all die Kriege, die vielen Menschen, die leiden und sterben. Sicher sind das auch Themen, die ich des öfteren andenke. Aber was mich wirklich interessieren würde: Warum suchen sich Frauen immer die größten Arschlöcher aus?

Ich will da niemanden in einen Topf werfen, aber habt ihr nicht auch schon des öfteren beobachtet, wie gewisse Frauen systematische Selbstvernichtung praktizieren und immer wieder auf den selben Typ Mann hereinfallen? Bis eben dann “der Richtige” kommt, sie erlöst usw, usf… Ja klar sind Gefühle im Spiel, die den Verstand aushebeln. Und irgendwann legt jeder die rosarote Brille ab. Vielleicht früher, vielleicht später als andere.

Aber wie soll man sich als Mann verhalten? Für kurze Beziehungen zum Arschloch werden, um die Frauen zu bekommen, die man begehrt? Hallo, das ist doch völlig absurd. Kein klar denkendes Wesen würde seinen Charakter ändern, um anderen dadurch weh zu tun. Aber scheinbar gibt es doch die eine oder andere größere Gruppe von notorischen Intelligenzverweigerern, die anderen das antun.

Naja, so viel also dazu. Mich wundert es nur jeden Tag, wie so etwas klappen kann. Aber scheinbar beruhen viele Beziehungen auf dem Prinzip des größten Arschlochs ;-) Und nein, ich nehme mich nicht aus. Aber ich werde mich nie bewusst so verändern, um anderen zu schaden.

Ich habe gerade relativ lange versucht, ein ziemlich persönliches “Problem” so zu verpacken, dass es offensichtlich eines ist, das sich verstecken möchte. Also, fangen wir an:
2 Personen, räumlich getrennt. Eine der beiden glücklich verliebt, kein Anflug von Zweifel oder Vorahnung. Die andere fortwährend von Zweifel, Vorwürfen und “unguten Gefühlen” begleitet. So, nun wäre aber die letztere der beiden beschriebenen Personen Kontakt aufnehmen, tut dies aber aus Respekt vor der anderen nicht, weil dadurch nur Probleme entstehen, die ungesund für beide wären und die erstgenannte Person mit sehr großer Wahrscheinlichkeit darunter leiden würde. Also bleibt die letztere der beiden Personen alleine mit all den Vorwürfen, Zweifeln und Vorahnungen, nur um die andere Person nicht (schon wieder) zu verletzen.

Und bevor ich mich selbst nicht mehr auskenne… Nevermind.
Dass ich vieles Falsch gemacht habe, weiss ich, das braucht mir niemand zu sagen. Aber jeden Tag mit der Gewissheit zu leben, etwas so verwerfliches getan zu haben, ist schlimmer als jede Folter. Vor Fehlern ist niemand gefeit, aber müssen die immer dann passieren, wenn sie niemand braucht? Murphy’s Law scheint immer zu greifen, egal wie verworren und verzwickt eine Situation gerade ist. Aber Ausreden suchen hilft nichts. Entweder damit leben, oder verrecken. Letzteres wäre mir im Moment einfach lieber, würde es nicht so viel Aufwand bedeuten. Na gut, für mich weniger, aber alle anderen hätten irgendwie viel mehr Arbeit als sonst.

Ich würde ja gerne jemand anderem die Schuld in die Schuhe schieben, aber ich finde keinen Grund, der passen würde. Es ist ja doch alles selbstverschuldet. Also brauch ich gar nicht zu suchen, der Schuldige sitzt in diesem Falle gerade beim Verfassen dieses Textes.

Würde es einen Algorithmus geben, der die Unzufriedenheit eines Menschen als Zahl auf einer Skala ausdrückt, wäre ich im Moment ziemlich knapp am Maximum.

Alle anfänglichen positiven Gedanken haben an Kraft verloren, es kommt auch nichts neues nach. Nichts, dass auch nur annähernd über die Gedanken an Vergangenes hinweghelfen würde. Einfach.. leer. Einziger Lichtblick ist die Flucht nach Vorne, in einen neuen Abschnitt. Aber wenn schon der Beginn dieses Abschnitts von solchen Gedanken geprägt wird.. Naja, mal abwarten. Hilfe wird wohl keine kommen, oder?

Heute hatte ich wohl meinen vorerst Vorletzten Termin bei der Geschäftsführung. Komischerweise war mir von Anfang an klar, worum es ging. Und ich habe auch mit dem Ergebnis recht behalten.
Blöderweise bin ich nicht wegen der Arbeit sauer, eher wegen den Kollegen, die ich dann zurücklassen werde. Aber hey, wer bekommt schon so bald die Möglichkeit, noch ein Studium zu packen? ;-) Das wäre endlich etwas, das mir gefallen würde. Nicht, weil es um Geld oder Macht geht. Viel mehr darum, weil ich endlich wieder etwas lernen kann.
Verdammt, ich klinge schon fast wie meine Eltern vor nicht mal ganz 6 Jahren. Aber ich freu mich schon drauf. Einziger Nachteil an der Sache mit dem Student sein, ist die Angelegenheit mit dem Geld. Anfangs kann man sicher von den Ersparnissen leben, aber auf dauer würde das nicht klappen.

Grob zusammengefasst: ab Anfang/Mitte November bin ich frei. So lange, bis ich entweder die Firma meines Vertrauens gefunden, oder einen Studienplatz ergattert habe. So motiviert wie nach dem “Rausschmiss” (der ja eigentlich keiner ist, es wurde ja nur mein Dienstvertrag nicht verlängert), war ich nur an den Tagen um den 14. Februar in der 1. Klasse Berufsschule. Im Gegensatz zu damals schwingt auch etwas Traurigkeit mit. Frei nach dem Motto “I love my job, it’s the work I hate” ;-)

Nun ja, dann stehe ich also wieder am Anfang eines neuen Abschnitts. Alleine. Obwohl ich noch immer hoffe, dass da bald einiges in Bewegung kommt. Abwarten…

Ich denke, es ist wieder an der Zeit, etwas aus meinem, durchaus von Musik geprägtem Leben zu schreiben. Momentan bin ich noch immer der Sucht nach Iriepathie verfallen.
Hier ein kleiner Auszug aus dem Lied “Hör auf dein Herz”:

Hör gut zu, was dein Herz dir sagt, was es dir sagt.
Fasse mehr Mut und kämpf um jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.

Hör gut zu, was dein Herz dir sagt, was es dir sagt.
Fasse mehr Mut und kämpf um jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.

Erlebtes vergessen, Vergessenes erleben,
denn die Zeit bleibt nicht stehen, muss den Weg jetzt weitergehn.
Fall oft hin, tu mir weh, ich weiss, das Leben ist nicht fair.
Aber wäre ich noch glücklich, wenn ich immer glücklich wär?
Ich sage nein, wenn du drauf bist musst du auch mal unten sein.
Und wenn du jetzt gut drauf bist wirst du wieder traurig sein.
Das ist gut so, ich will, dass Daten mich berührn,
denn nur so kann ich das Leben richtig spürn.

Hör auf dein Herz, wenn der Alltag dich so plagt,
Ich sag, wieviel Schmerzen willst du noch ertagen?
Ich liege die ganze Nacht lang wach,
will nichts sehn, will nichts hörn, will nur spürn und denke nach.
Wenn die Sonne scheint will ich nicht mehr im Dunkeln stehn,
ich habe viel zu viel geweint, will nicht mehr durch den Regen gehn.
Ich nehm das Leben, wie es kommt, ja denn so soll es auch sein.
Jeder griegt was er verdient, auch wenn es manchmal nicht so scheint.
Solange Blut durch meine Venen fließt werde ich auch lieben,
ich halte nichts von Hass wer Recht schafft wird auch siegen.
Greift euch an der Hand, denn wir sind Brüder,
glaubt eurem Verstand und nicht den Lügnern.

Texte, die zum Nachdenken anregen, keine utopischen Zustände beschreiben und manchmal Trost spenden. Wie zB in dem Song “Lang her”, die Geschichte zweier Menschen, die sich vor langer Zeit aus den Augen verloren haben und durch einen (un)glücklichen Zufall wieder zueinander finden. Schon komisch, dass einem alleine der Gedanke an ein so positives Wiedersehen so enorm viel Trost spenden kann. Vor allem aber macht es das Leben zeitweise leichter. Ich würde ja gerne sagen, dass ich den Mut hätte, wieder eine Freundschaft aufzubauen. Aber da ein Wiedersehen weder an mir, noch an ihr spurlos vorüber ziehen würde, zumal ich zum einen befürchte, sie könnte dadurch in eine unangenehme Situation kommen, zum anderen, dass ich zuviel Abstand hätte und meinen Mund nicht aufbekommen würde, denke ich, es ist gut so wie es ist. Vielleicht irre ich mich ja auch, und es würde anders kommen. Ich bin so und so rund um die Uhr erreichbar, also im Falle des Falles greifbar.

Nevermind… vielleicht passiert ja bald etwas, dass mich rumreißt.

Auf alle Fälle warten noch 4 Folgen Dr. House auf mich. Montag brauch ich dann Nachschub :-)

Ich für meinen Teil finde es irgendwie derart pervers, jemanden lieben zu können und sich selbst dafür zu hassen, dass es schon fast wieder lustig ist. Dabei ist es nicht so einfach, denn beide Emotionen haben auf den ersten Blick ihre Berechtigung.
Man liebt jemanden, obwohl man ganz genau weiss, dass diese Person ohne einem besser dran ist. Und dafür hasst man sich. Na gut, es hasst sich nicht jeder, die meisten könnten sich dafür hassen. Aber so richtig pervers wird die Situation erst dann, wenn sich einige Dinge herauskristallisieren. Jemanden zu lieben, glücklich machen zu wollen, der es eigentlich schon ist, mit ziemlicher Sicherheit sogar mehr als vorher, grenzt an Debilität. Dabei wäre ein kleines Lebenszeichen oder “mir gehts gut, so wie es ist” ab und zu nicht verkehrt…

Aber warum spielen uns diese kleinen Hormone und Botenstoffe oft so übel mit? Manchmal drängt sich mir das Gefühl auf, das Unterbewusstsein würde laufend die Grenzen der psychischen Belastbarkeit ausloten. Welchen anderen Sinn hätten denn diese absolut wirren Gefühle dann? Vorahnung? Erinnerung? Das werde ich jedenfalls nicht so schnell verstehen, und wer mich kennt, weiss, dass mir so etwas lange keine Ruhe lässt ;-) Vielleicht gibts da auch nichts zu verstehen, sondern ist lediglich als Fakt hinzunehmen.
Genug von meinen Denkvorgängen, die das Unbegreifliche zu verstehen versuchen.

Zu einem etwas weniger lustigem Thema: Es ist Samstag, kurz nach 5 Uhr früh und ich habe die letzten Tage damit verbracht, nur für die Arbeit zu leben. Und ja, auch dieses Verhalten ist als “krankhaft” einzustufen. Naja, jedenfalls habe ich heute und morgen zwei ziemlich arbeitsfreie Tage vor mir. Also werd ich mir gemütlich mein Bett richten, einige DVDs holen und faulenzen. Tagsüber jedenfalls. Und wenn mich dann doch die Motivation packen sollte, werde ich mich einfach bei meiner Schwester anhängen, die vor 2 Stunden von ihrer Sprachreise in Spanien nachhause gekommen ist, oder einfach weiter am Konzept und dem Datenbankdesign für ein kleines Browsergame arbeiten. Freiwillig, ja. Und weils mir Spass macht. Ein Hoch auf die Einsamkeit… da bleibt einem sehr, sehr viel Zeit.

Langsam aber sicher bekomme ich Angstzustände von meinen, durchaus oft auftretenden, Anwandlungen, es allen Recht machen zu wollen.
Jeder, der sich einmal ernsthaft damit beschäftigt hat, was er mit, sagen wir 50 Mio. Euro, machen würde, kommt irgendwie lange auf keinen grünen Zweig, weil es ja eine “Verleumdung” der Realität wäre. Aber irgendwann merkt man, dass Geld nie glücklich machen würde. Jedenfalls nicht, ohne zu teilen. Aber mit wem teilt man? Familie, Onkel, Tanten, Cousins? Wie weit wäre man bereit zu gehen? Und so paradox und abwegig das alles klingt, aber ich würde ohne mit der Wimper zu zucken einen Teil des Gewinns nehmen, auf ein Konto klatschen und meiner Ex-Freundin und ihrer Familie das Konto überlassen. Der kleinste Teil ginge für persönliche “Bedürfnisse” drauf ;-) Natürlich kann man seine eigene Familie nicht leer ausgehen lassen. Aber bis ich wüsste, wer wie viel braucht, käme alles irgendwie in eine Sparform. Wer was braucht, braucht nur zu fragen.

Oh mein Gott, das grenzt an krankhaftes Verhalten. Oder wie würdet ihr teilen?

Abgesehen von dieser Eskapade meines Verstands, verblüfft es mich immer mehr, dass trotz aller Anstrengungen die Zufriedenheit aller nahezu utopisch ist. Andererseits ist eine Utopie nur eine Frage der Definition. Zumindest hat uns das die Geschichte gelehrt.
Besonders im Arbeitsleben merkt man solche Dinge relativ schnell, auch wenn man anfangs glaubt, es besser zu wissen. Irgendwann werden einem die Kollegen egal, das Wohlbefinden anderer ist nur noch Nebensache. Lediglich die Beziehung zu Freunden am Arbeitsplatz nimmt dabei nur geringen Schaden, weil sie einem täglich das Gefühl geben, doch nicht unnötig Zeit zu verschwenden.
Komischerweise wird man durch diese Erkenntnis nicht etwa sensibler oder glücklicher. Ich jedenfalls nicht. Mittlerweile muss ich mich zusammenreißen, einigen nicht direkt ins Gesicht zu sagen, was sie mich nicht alles könnten. Eigentlich wäre das alles kein Problem, aber dennoch ist man in gewisser Weise auf Kollegen angewiesen. Also gilt es, sich diplomatisch zu verhalten. Was ich schon fast im Griff habe ;-)

Arbeit tut gut, mehr Arbeit verletzt Beziehungen, viel Arbeit versetzt Beziehungen einen enormen, aber reparablen, Schaden und viel zu viel Arbeit tötet. Vor allem Beziehungen.

Ich habe lange überlegt, diesen Text zu veröffentlichen. Vor allem, weil doch hin und wieder der eine oder andere Kollege meine Seiten besucht oder andere Firmen darauf stoßen, weil sie zufällig eine Bewerbung von mir lesen. Aber da sich jeder Mensch verändert, und diese Veränderungen nicht geheimhalten kann, ist es nahezu sinnlos, sich zu verstecken. Irgendwie bin ich auf das Echo einiger Leute gespannt, die darüber stolpern. Wie schätzen mich Kollegen, und vor allem, “fremde” Menschen ein?

Nun ja, ich hatte einen langen Tag. Und bisher hielt mich Koffein nahezu pausenlos in einem Zustand der Vigilanz. Aber wie jede Droge hat auch Koffein ein Down. In diesem Fall Schlaffheit, Müdigkeit und in meinem Fall Schlaf. Und diese Downs sind keineswegs schlecht. Sie sagen mir nur, dass ich eigentlich seit Stunden Schlafen oder Entspannen sollte. Aber irgendwie gibt es Momentan keinen Platz, an dem ich mich zu 100% entspannen könnte. Es gibt lediglich einen Schlafplatz.
Und bevor ich mich jetzt in meinen Gefühlen und Erinnerungen verliere, werde ich mir eine zweite Decke holen und ins etwa 2 Meter entfernte Bett schlüpfen. Morgen werden wieder Leistung und Gehorsam erwartet…

Unsere Katze wurde heute eingeschläfert. Nicht, dass ich keinen Funken Trauer verspüren würde, aber ich denke, es war eine wirkliche Erlösung für ihn. Schon seit Monaten hat sich sein Zustand rapide verschlechtert. Scheinbar war es Krebs im Endstadium und ein fortgeschrittenes Lungenödem. Obwohl er schon sehr alt war, fehlt er doch. Und das schon am ersten Tag.

Aber da solche Dinge zum Leben gehören, muss man sie hinnehmen, damit leben lernen, bevor solche Erlebnisse zu lange Schatten werfen…